Fehlende Sensibilität und fehlende Gleichbehandlung von Bürgern

Fehlende Sensibilität und fehlende Gleichbehandlung von Bürgern

By FBP Redakteur 22. September 2020 0 Comments

Die durch die Vlbg. Landesregierung beschlossene verdichtete Bauweise ist genau jener Faktor, welcher wie ausführlich in einem Post einer Göfner Bürgerin dazu führt, dass unsere Gemeinde immer mehr an Freiflächen und landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen verliert. Dieser Verlust an Freiflächen und landwirtschaftlich genutzten Flächen stellt auch gleichzeitig einen Verlust an Lebensqualität dar und wird Göfis auf Dauer auch den dörflichen Charme rauben. In diesem Post wurde auch die Entwicklung der Parzelle Hofen erwähnt und wer in Hofen aufgewachsen ist, weiss wie diese Parzelle zugepflastert wurde. Hier spreche ich nicht von Einfamilienhäusern, sondern von Wohnanlagen, welche mit höchster Unsensibilität durch die Baubehörden durchgewunken wurden. Die Gemeinde Göfis macht bei Bauanträgen teilweise größte Probleme wegen z.B. Walmdächern, jedoch bei Wohnanlagen oder manchem Haus im Würfelstil, wird wenig Fingerspitzengefühl für das Ortsbild an den Tag gelegt. Auch die Vorgaben welche manchem Bauherr zur Bebauung des eigenen Grundstückes auferlegt wird, hat Züge einer Enteignung! Ich selbst habe einen Fall betreut, wo einer Bauherrin wegen einem geplanten Walmdach und der geplanten Positionierung des Hauses nur Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden. Ich habe gestern bereits geschrieben, dass was die Raumplanung anbelangt, diese mit Fingerspitzengefühl und Sensibilität betrieben werden muss. Lt. dem als Bild angefügten Schriftstück des Land Vorarlberg wird auch eine direkte Einbindung der Bevölkerung klar formuliert und ist angedacht: „Die Beteiligung der Bürger und Anwohner sollte nicht erst beginnen, wenn ein konkretes Bauprojekt geplant ist. Wenn es gelingt, schon im Vorfeld– noch ohne konkreten Anlass–in der Gemeinde eine Diskussion über die Notwendigkeit und gewünschte Qualität von Verdichtung zu führen, können danach konkrete Projekte leichter umgesetzt werden.“ (Quelle: Land Vorarlberg)Dieser ansich gute Ansatz der Miteinbeziehung der Bevölkerung ist jedoch in der Göfner Gemeindepolitik in keinem Bereich gegeben und führt zu Unverständnis! Die Freie Bürgerpartei Göfis steht für direkte Demokratie und somit für eine PERMANENTE Einbindung der Bevölkerung in politische Entscheidungen. Dieses Thema spiegelt für uns nur, wie notwendig dies wäre! In Göfis findet aus Sicht vieler Bürger, welche sich seit meinem Post bei mir gemeldet haben, eine regelrechte „Verhüttelung“ statt, welche nicht durch die Bebauung, sondern durch Vorgaben der Baubehörde hervorgerufen wird. Weiters wird lt. Angaben dieser Bürger/innen nicht bei jedem mit dem selben Maß gemessen, was zu Unverständnis und Frustration führt! Ich betone nochmals, wie wichtig es ist, nicht eine Verdichtung auf Biegen und Brechen herbeizuführen, sondern den Erhalt des Ortsbildes und des Dorfcharakters an erster Stelle zu setzen, denn dieser prägt die Lebensqualität in Göfis!